Mitarbeitende in KI-Transformation einbeziehen
Die Zukunftszentren des Bundesarbeitsministeriums und der Circular AI Hub des Bundesumweltministeriums trafen sich mit interessierten Unternehmen zu einem gemeinsamen Werkstattgespräch. Die beiden Programme zeigten Synergien auf und motivierten die Teilnehmenden zu eigenen KI-Projekten.
Das gemeinsame Werkstattgespräch bot kurze Impulse zu Struktur und Arbeitsweise des Circular AI Hub und der Zukunftszentren und zeigte, welchen Benefits beide Programme bringen. Entwickler*innen stellten innovative KI-Lösungen vor.
Prof. Michael Uhlmann stellte die Zukunftszentren vor. Das bundesweites Förderprogramm unterstützt kleine und mittlere Unternehmen, deren Beschäftigte sowie Solo-Selbstständige kostenlos dabei, den digitalen, demografischen und ökologischen Wandel der Arbeitswelt aktiv zu gestalten. Das geschieht direkt in den Betrieben vor Ort. Dabei steht immer der Mensch im Fokus. Wie KI für das Personalwesen genutzt werden kann, darüber sprach Dr. Sylke Lützenkirchen, Zukunftszentrum KI NRW. Gemeinsam mit HR-Verantwortlichen wird dort ermittelt, wo im Betrieb der Schuh drückt und wo KI-Tools konkret ansetzen können. In Kreativ-Workshops lernen Personaler*innen, wie aus vagen Vorstellungen handfeste KI-Pilotprojekte für ihre Abteilung werden.
Fabian Reichwald vom Circular AI Hub stellte das KI-Projekt mit Fieldcode vor. Dort sorgt KI dafür, Leerfahrten im Außendienst zu vermeiden. Eine KI-gestützte Ticketdiagnose erweitert das bestehende automatisierte System von Fieldcode. Die KI analysiert im Vorfeld, ob ein technisches Problem eventuell aus der Ferne (remote) gelöst werden kann. Das spart Fahrtwege und senkt den CO₂-Ausstoß.
Über basierte Prozessdatenanalyse in der Präzisionsrohrherstellung im Projekt mit MPG sprach Sven Pultar vom Circular AI Hub. Bei MPG hilft KI dabei, den natürlichen Materialausschuss im Guss massiv zu senken. Weniger Fehlgüsse bedeuten einen direkt reduzierten Rohstoff- und Energiebedarf, da Ausschussmaterial nicht erneut unter hohem Energieaufwand eingeschmolzen werden muss. Die konstant hohe Qualität der gefertigten Wärmetauschrohre bleibt ohne manuelle Qualitätsschwankungen stabil.
In Solutionsprints wurden anschließend Lösungen für Unternehmensherausforderungen gesucht und dabei die Arbeitsweise der Zukunftszentren und des Circular AI Hub erlebbar gemacht, unter anderem am Beispiel der be2morrow GmbH, der Rheomi GmbH und der MPG Mendener Präzisionsrohr GmbH. Unter anderem ging es darum, wie Wissen über KI in die nächste Generation an Mitarbeitenden übertragen werden kann und wie Unternehmen große und unterschiedliche Datenmengen besser verarbeiten können. Dabei wurde deutlich: es sei immer relevant, die Mitarbeitenden in Transformationsprozesse wie die Einführung von KI-Tools einzubeziehen.
Link zu den Zukunftszentren: https://zukunftszentren.de/